

REGIE Sophie Killer
BÜHNE / KOSTÜM Gabriela Neubauer
SOUNDDESIGN Thalia Killer
DRAMATURGIE Lena Kern
SPIEL Kai Benno Vos, Thomas Kaschel, David Lukowczyk, Alexander Wilß
FOTOS Tobias Kreft
Premiere 17.01.2025
Große Bühne Theater Paderborn
Wladimir und Estragon warten auf einen geheimnisvollen Fremden namens Godot. Sie wissen nicht, wer er ist oder was sie von ihm erwarten, aber der Glaube, dass er kommen wird, bleibt ihr Lebensinhalt. In der Zwischenzeit vertreiben sie sich die Zeit mit endlosen Gesprächen, Spielen und streitigen Versöhnungen, um die Monotonie des Wartens zu überbrücken. Ihre Wartezeit wird immer wieder von dem Auftauchen des autoritären Pozzo und seines unterdrückten Knechts Lucky unterbrochen, deren Beziehung und Verhalten den zwei Wartenden Fragen über Macht, Hierarchien und den menschlichen Zustand aufwerfen.
Die Bühne wird zum Schauplatz patriarchaler Erzählungen: das fragile Beziehungsgeflecht zwischen Männern, von subtilen Abhängigkeiten, toxischen Dynamiken bis hin zur Wiederholung systemischer Gewalt. Das Warten als endlose Zeitschleife, an der sich die Hauptfiguren abarbeiten. Von nonverbalen, körperlich präzisen Momenten des “Nichts-tuns” hin zu komödiantisch und hochenergetischen Spielsituationen. Skurrile Elemente wie Estragons, der sich die Füße statt der Schuhe auszieht, streuen die Frage nach Realität und Einbildung. Am Ende regnen hunderte Briefe - Nachricht von Godot, dass er heute nicht kommt, aber morgen - von der Decke und lassen alles wie eine poetische Traumsequenz wirken. “Habe ich geschlafen, während die anderen litten?"
Eine feministische Kritik an der “Männerwelt”, die konfrontiert mit ihrer Endlichkeit sich in Aktionismus flüchtet, statt sich mit Gefühlen auseinanderzusetzen.












